04.11.2026
Gute Cyberjäger gibt es nicht zum Spartarif!
GdP MV fordert faire Bezahlung und bessere Perspektiven für IT-Fachkräfte in der Polizei
Die Polizei braucht die besten Köpfe und moderne Technik, um mit der zunehmenden Komplexität der Cyberkriminalität Schritt zu halten. Darin stimmt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Mecklenburg-Vorpommern den Aussagen des Neubrandenburger Polizeipräsidenten Heiko Tesch und der Rostocker Polizeipräsidentin Anja Hamann ausdrücklich zu.
Doch wer qualifizierte IT-Fachkräfte gewinnen will, muss auch bereit sein, sie angemessen zu bezahlen. Ein sicherer Arbeitsplatz und interessante Aufgaben allein reichen im Wettbewerb mit der freien Wirtschaft nicht aus.
Dabei dürfen die bereits vorhandenen Fachkräfte nicht vergessen werden. Viele Tarifbeschäftigte leisten heute hochqualifizierte Arbeit in der IT, der digitalen Forensik und der kriminalistischen Auswertung. Ihre Expertise ist für die Handlungsfähigkeit der Polizei unverzichtbar. Sie verdienen eine ihrer Tätigkeit und Qualifikation entsprechende Eingruppierung, faire Bezahlung und verlässliche Entwicklungsperspektiven.
Dazu erklärt die GdP-Landesvorsitzende Kristin Frosch, die derzeit am GdP-Bundeskongress in Berlin teilnimmt:
„Wir können nicht ständig nach neuen Fachkräften rufen und gleichzeitig bei der Bezahlung unserer vorhandenen Kolleginnen und Kollegen sparen. Wer die besten Köpfe gewinnen will, muss ordentlich bezahlen. Und wer gute Leute hat, muss dafür sorgen, dass sie auch bleiben!“
Der Tarifvertrag der Länder (TV-L) bietet Möglichkeiten, Fachkräfte durch tarifliche Instrumente besser zu vergüten. Diese Spielräume müssen konsequent geprüft und dort genutzt werden, wo die Voraussetzungen vorliegen. Gleichzeitig braucht es langfristige Fachkarrieren und gezielte Qualifizierung.
Digitalisierung gibt es nicht zum Nulltarif. Gute Polizeiarbeit übrigens auch nicht!
