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© Mit KI erstellt / GdP MV
Mit KI erstellt / GdP MV

03.09.2026

Sieben auf einen Streich

Längst überfällig: Spatenstiche für neue Polizeireviere in Ueckermünde und Friedland

Zwei Spatenstiche an einem Tag Anfang September. In Ueckermünde und Friedland ist der Startschuss für zwei neue Polizeidienstgebäude gefallen. Beide gehören zum Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“. Insgesamt sollen damit sieben Polizeigebäude im Land neu entstehen. Die GdP MV begrüßt ausdrücklich alle sieben Neubauprojekte.

Wer die bisherigen Bedingungen vor Ort kennt, weiß allerdings auch, dass die Investitionen dringend notwendig und längst überfällig sind.

Wie sehr das auf Ueckermünde zutrifft, brachte Innenminister Christian Pegel mit einem augenzwinkernden Hinweis auf den Punkt. Das bisherige Dienstgebäude sei „traditionell“. Eine Kollegin, die selbst viele Jahre im Polizeirevier Ueckermünde gearbeitet hat, konnte das eindrucksvoll im Gespräch mit der Landesvorsitzenden bestätigen. Schon ihr Großvater arbeitet dort in den 1960er- und 1970er-Jahren. Spätestens diese kleine Familiengeschichte zeigt, wie lange das Gebäude bereits Arbeitsort ist – und warum es höchste Zeit für einen Neubau ist.

Der Kreis schließt sich in Ueckermünde

Beim ersten Termin des Tages in Ueckermünde wurde deutlich, wie lange die Kolleginnen und Kollegen auf bessere Bedingungen gewartet haben. Innenminister Christian Pegel dankte ihnen ausdrücklich für das jahrelange Aushalten in dem alten Gebäude.

Hinzu kommt eine räumliche Trennung, die künftig überwunden werden soll. Schutz- und Kriminalpolizei arbeiten derzeit nicht gemeinsam an einem Standort. Mit dem Neubau sollen wieder zeitgemäße Bedingungen für beide Bereiche geschaffen werden.

Interessant ist auch die Geschichte hinter der Planung. Das Polizeigebäude in Heringsdorf bildet den Ausgangspunkt für eine weiterentwickelte Musterplanung. Nach Heringsdorf und weiteren Standorten kommt dieses Konzept nun auch in Ueckermünde zum Einsatz. Für das Staatliche Bau- und Liegenschaftsamt schließt sich damit gewissermaßen ein Kreis.

Dass gute Gebäude mehr sind als Beton, Büros und Technik, wurde in Ueckermünde ebenfalls deutlich. Der Altersdurchschnitt im Revier ist gesunken. Junge Kolleginnen und Kollegen kommen nach ihrer Ausbildung zurück in die Region und versehen dort ihren Dienst.

Für uns ist deshalb klar, wer Nachwuchs für die Polizei gewinnen und dauerhaft halten will, muss ihm nicht nur einen sicheren und sinnstiftenden Beruf bieten. Auch die Arbeitsbedingungen müssen stimmen.

Mit dem Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“ investiert Mecklenburg-Vorpommern rund 95 Millionen Euro in moderne Polizeigebäude. Nach jahrelangem Warten fiel in Ueckermünde und Friedland endlich der Startschuss für die ersten Neubauten. Für die Gewerkschaft der Polizei (GdP) ist dies ein längst überfälliger und wichtiger Schritt für zeitgemäße Arbeitsbedingungen der Einsatzkräfte.

Friedland: Polizei zurück ins Herz der Stadt

Danach ging es weiter nach Friedland. Dort bekommt der Neubau noch eine andere Bedeutung. Das Polizeirevier soll wieder ins Herz der Stadt rücken.

Gerade für ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern ist das ein wichtiges Signal. Polizeistandorte in der Fläche sichern Erreichbarkeit, Präsenz und kurze Wege. Innenminister Pegel machte beim Spatenstich deutlich, dass die bestehenden Reviere erhalten werden sollen.

Bevor richtig gebaut werden kann, hat der Boden allerdings bereits ein Stück Friedländer Geschichte freigegeben. Bei archäologischen Untersuchungen wurden unter anderem Knochen, Scherben und Reste eines Ofens gefunden. Bleibt zu hoffen, dass die Vergangenheit dem Zeitplan für die Zukunft nicht in die Quere kommt.

Investitionen strategisch gemeinsam denken

So sehr wir als GdP MV alle sieben Neubauten des Sonderbauprogramms begrüßen, zeigt der Blick auf die Investitionsentscheidungen auch, was künftig besser laufen muss. Bei der Entscheidung über den Einsatz der Mittel aus dem Sondervermögen wurden die Bedarfe der Polizei aus unserer Sicht nicht ausreichend in die strategischen Überlegungen einbezogen.

Das sollte sich ändern. Wenn es um Investitionen in die Zukunft der Polizei geht, müssen politische Entscheidungsträger, Polizeiführung und Interessenvertretungen frühzeitig miteinander erörtern, wo die größten Bedarfe liegen und welche Prioritäten gesetzt werden müssen.

Denn es geht nicht allein um neue Gebäude. Es geht um die strategische Frage, was unsere Polizei in den kommenden Jahren braucht, um leistungsfähig und attraktiv zu bleiben

Ein wichtiger Anfang

Rund 95 Millionen Euro sollen in das Sonderbauprogramm „Sieben auf einen Streich“ fließen. Neben Ueckermünde und Friedland gehören Gadebusch, Bad Doberan, Sassnitz, Waren und Güstrow dazu.

Für die GdP MV ist dieser Investitionsschub ein wichtiges und richtiges Signal. Denn moderne Polizeiarbeit braucht moderne Dienstgebäude.

Die Spatenstiche sind deshalb mehr als Fototermine. Jetzt müssen aus den Plänen Gebäude werden, in denen unsere Kolleginnen und Kollegen über Jahrzehnte gut und sicher arbeiten können.

Wir wünschen allen Beteiligten einen unfallfreien Bau, einen verlässlichen Zeitplan und freuen uns schon heute darauf, wenn aus den ersten Spatenstichen irgendwann die Schlüsselübergaben werden.

 

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