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29.03.2026

Ein letztes Wort – und ein großes Dankeschön

18 Jahre Öffentlichkeitsarbeit für die GdP Mecklenburg-Vorpommern

Nach über 1.600 Seiten für das Landesjournal Mecklenburg-Vorpommern der DEUTSCHEN POLIZEI und mehr als 18 Jahren Verantwortung für die Öffentlichkeitsarbeit der GdP MV ist für mich der Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe zu beenden. Es waren intensive, fordernde und zugleich erfüllende Jahre – in einer Zeit, in der Medien für unsere Mitglieder und für die öffentliche Wahrnehmung der Polizei eine immer entscheidendere Rolle spielen.

Im April 2008 wurde ich durch den Geschäftsführenden Landesvorstand als „Verantwortlicher Redakteur“ berufen. In dieser Funktion nahm ich als Beisitzer an den Sitzungen des Landesvorstandes sowie des Geschäftsführenden Landesvorstandes teil. Auf dem 5. Landesdelegiertentag 2009 wurde ich schließlich in den Geschäftsführenden Landesvorstand gewählt.

Klassische Pressearbeit war für mich nie bloß das Schreiben von Texten. Sie bedeutete Verantwortung: für Themen, für Einordnung und für klare Positionen. Recherche, Zuspitzung und redaktionelle Haltung gehörten ebenso dazu wie die bewusste Entscheidung, wo und wie wir uns als Gewerkschaft einmischen müssen. Mit der wachsenden Bedeutung sozialer Medien verschoben sich die Anforderungen spürbar. Facebook, Instagram und Twitter – heute „X“ – verlangten eine andere Sprache, ein höheres Tempo und unmittelbare Reaktionen auf aktuelle Entwicklungen. Um in diesem dynamischen Umfeld den Fokus stärker auf die inhaltliche Arbeit legen zu können, habe ich die Betreuung der Internetredaktion sukzessive in die Hände der Landesgeschäftsstelle gelegt. Öffentlichkeitsarbeit wurde so direkter, sichtbarer, konfliktreicher – und gerade deshalb wirksamer.

Mein Dank gilt ausdrücklich den Landesvorsitzenden, die mich in dieser Zeit unterstützt, mir viele Gestaltungsspielräume gelassen und mir ihr Vertrauen geschenkt haben. Natürlich gab es Diskussionen – um Formulierungen, um die nötige Schärfe der Zuspitzung oder um inhaltliche Korrekturen. Doch genau diese Reibung war notwendig. Rückblickend bin ich überzeugt: Die GdP MV ist dadurch zu einem klaren, unüberhörbaren Sprachrohr für die Interessen, Sorgen und Nöte der Kolleginnen und Kollegen geworden. Echte gewerkschaftliche Öffentlichkeitsarbeit darf nicht gefällig sein; sie muss den Finger in die Wunde legen. Genau diese Unabhängigkeit unterscheidet uns grundlegend von der offiziellen Kommunikation der Landespolizei – und sie ist gerade in der heutigen Zeit, in der deutliche Worte oft fehlen, unverzichtbar.

Ein ganz persönlicher Dank gilt meiner Frau, die über all die Jahre das nötige Verständnis dafür aufgebracht hat, dass ich oft tief in die Öffentlichkeitsarbeit versunken war – auch wenn dies viel zu oft unsere gemeinsame Freizeit, die Wochenenden oder sogar die Urlaube beansprucht hat. Ohne diese Rückendeckung im Privaten wäre ein solches Engagement über diesen langen Zeitraum nicht möglich gewesen.

Mein Dank gilt ebenso den Landesredaktionen anderer Bundesländer, insbesondere Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, sowie der Bundesredaktion, die gerade in der Anfangszeit mit Rat, Unterstützung und Erfahrung zur Seite standen. Ebenso danke ich dem Team von Fronz Daten Service aus Geldern (NRW) für die über viele Jahre verlässliche, professionelle und gute Zusammenarbeit rund um die Erstellung und Umsetzung des Landesjournals.

Der neuen Landesredaktion wünsche ich Erfolg, Ausdauer und den Mut, klar Position zu beziehen. Kommunikation wird sich weiter wandeln – entscheidend ist, dass die gewerkschaftliche Haltung dabei klar, sichtbar und unverrückbar bleibt.

Im Falle meiner Wahl durch die Delegierten auf dem Landesdelegiertentag werde ich mich künftig voll und ganz der Aufgabe als Landeskassierer widmen. Zudem werde ich mich weiterhin als Vorsitzender der Kreisgruppe Anklam aktiv in die gewerkschaftlichen Prozesse einbringen.

Ich gehe mit einem guten Gefühl. Vieles wurde gesagt, manches bewegt, und einiges bleibt. Die Zukunft der GdP wird von denen getragen, die den Mut haben, klar zu sprechen und Verantwortung zu übernehmen. Ich bleibe Teil dieses Weges – mit Blick nach vorn und festem Vertrauen in unsere Gewerkschaft.

Euer
Marco Bialecki

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