03.03.2026
Bundesseniorenkonferenz der GdP: Erfahrung trifft Zukunft
Ewald Gerk im Amt bestätigt – GdP-Senioren setzen auf Kontinuität und Zukunftsdialog.
Unter dem Motto „Erfahrung trifft Zukunft“ fand vom 23. bis 24. Februar in Potsdam die 10. Seniorenkonferenz der Gewerkschaft der Polizei statt. Drei Delegierte aus unserem Bundesland nahmen an der Konferenz teil.
Im Mittelpunkt der Tagung standen die Wahl des neuen Geschäftsführenden Bundesseniorenvorstandes sowie die Beratung und Abstimmung zahlreicher Anträge zu gewerkschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Themen. Insgesamt 107 Delegierte aus den Landesbezirken, der Bundespolizei und weiteren Bereichen vertraten dabei die Interessen von rund 40.000 GdP-Seniorinnen und -Senioren.
Der bisherige Vorsitzende Ewald Gerk wurde mit deutlicher Mehrheit für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. In der vorangegangenen Wahlperiode trug er maßgeblich dazu bei, die Anliegen der Seniorinnen und Senioren innerhalb der GdP sichtbarer zu machen und zu stärken.
Die Abstimmungen über die Wahlvorschläge und Anträge erfolgten teils digital, teils in klassischer Form per Stimmzettel.
Mehr als 30 Anträge waren im Vorfeld bei der Antrags- und Beratungskommission eingegangen. Auf deren Empfehlung hin wurden sie zur Annahme oder Ablehnung gestellt. Thematisch reichten sie von einem würdevollen Älterwerden ohne Diskriminierung über die Begrenzung des Eigenanteils bei Pflegekosten bis hin zur Stärkung digitaler Kompetenzen älterer Mitglieder.
Die Teilnehmenden thematisierten auch die wachende Gewalt gegen Einsatzkräfte bei Großveranstaltungen und fordern von den Seiten der Politik ein klares Zeichen für mehr Sicherheit, nicht nur Lippenbekenntnisse, wenn wieder ein Opfer zu beklagen ist.
Gastrednerinnen und Gastredner verwiesen auf das wachsende politische Gewicht von rund 1,2 Millionen Seniorinnen und Senioren in den Gewerkschaften. Dieses Potenzial sei bislang nicht ausreichend genutzt worden – auch nicht beim Deutschen Gewerkschaftsbund. Unter dem Leitsatz „Das geht besser“ wurde eine stärkere Interessenvertretung angekündigt.
Angesichts aktueller politischer Debatten wurde zudem ein umfassender Zukunftsdialog zur Altersversorgung von Beamtinnen und Beamten sowie Rentenempfängerinnen und -empfängern gefordert. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Bedeutung des Ehrenamts, das stärker anerkannt und auch finanziell besser gewürdigt werden müsse. Viele Ehrenamtliche seien Ruheständler – ohne ihr Engagement würde ein großer Teil des gesellschaftlichen Lebens nicht funktionieren.
Zum Abschluss dankte der wiedergewählte Vorsitzende den Delegierten für den konstruktiven und harmonischen Verlauf der Konferenz. Er appellierte, die Sorgen und Bedürfnisse der Mitglieder weiterhin in den Mittelpunkt der Arbeit zu stellen.
