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15.02.2026

Mehr Fußball, mehr Belastung - Polizei braucht eine dritte Einsatzhundertschaft

Wachsende Sicherheitsanforderungen im Fußball: GdP fordert personelle Verstärkung

„Viele tausende Fans begleiten Fußball, als schönste Nebensache der Welt, leidenschaftlich, friedlich und gewaltfrei“, so der Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Christian Schumacher.

Trotzdem ist die Gewalt beim Fußball ein jahrzehntealtes Phänomen, das leider zunehmend an Bedeutung gewonnen hat. Diese Entwicklung, unabhängig davon welcher Fußballverein beteiligt ist, betrachtet die GdP MV mit deutlicher Sorge.

Schumacher weiter: „Im Zuge der aktuellen medialen Diskussion um die mögliche sportliche Entwicklung des F.C. Hansa Rostock richtet sich daher unser Blick insbesondere auf die personelle Seite der Polizeiarbeit.“

Die Belastung der Polizei beim Schutz von Veranstaltungen und Versammlungen nimmt zu. Bei Einsätzen, bei denen es früher nur einen Funkstreifenwagen brauchte, wird heute gegebenenfalls ein Einsatzzug mit 30 Einsatzbeamten benötigt. Bereits jetzt werden bei Spielen des F.C. Hansa Rostock regelmäßig mehrere Einsatzhundertschaften eingesetzt. Diese werden teilweise teuer aus anderen Bundesländern eingekauft oder aus dem Streifeneinzeldienst der Polizeireviere zusammengezogen.

Die GdP fordert daher, wieder die dritte Einsatzhundertschaft einzurichten, um nicht nur die Polizeireviere im Vorpommern im Streifendienst und bei der Kriminalitätsbekämpfung zu unterstützen, sondern dadurch auch das Landesbereitschaftspolizeiamt zu stärken.

„Wir brauchen eine dritte Einsatzhundertschaft. Unser Anliegen ist eine realistische Personalplanung und nachhaltige Entlastung der Kolleginnen und Kollegen. Sportliche Bewertungen oder politische Einordnungen sind nicht Teil unserer gewerkschaftlichen Arbeit.“, hält Schumacher abschließend fest.

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