13.08.2026
Wer heute Nachwuchs
verliert, dem fehlt morgen Polizei
Hamburg muss junge Menschen nicht nur und Studium gewinnen – entscheidend ist, das sie erfolgreich bei der Polizei ankommen. Hamburg braucht eine starke Polizei. Dafür investiert die Stadt zu Recht viel in die Gewinnung junger Menschen für Ausbildung und Studium. Doch für die GdP Hamburg entscheidet sich der Erfolg nicht bei der Einstellung, sondern beim Abschluss.
Besonders deutlich zeigt sich die Herausforderung im Laufbahnabschnitt I: 2023 lag die Abbrecher- und Durchfallquote bei 27,8 Prozent. Auch danach blieb sie hoch. 2025 lag sie bei 26,5 Prozent. Im Laufbahnabschnitt II absolvieren Nachwuchskräfte das Studium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst. Auch hier muss das Ziel sein, möglichst viele der gewonnenen jungen Menschen erfolgreich zum Abschluss zu führen und dauerhaft für Hamburg zu halten.
Lars Osburg, Landesvorsitzender der GdP Hamburg: "Wer heute Polizeinachwuchs verliert, dem fehlen morgen Polizistinnen und Polizisten auf Hamburgs Straßen. Wir investieren viel Kraft und Geld in die Nachwuchsgewinnung. Dann müssen wir mindestens genauso genau hinschauen, was danach passiert.“
Wir warnen vor einfachen Antworten.
Die Gründe für ein vorzeitiges Ausscheiden oder einen nicht erfolgreichen Abschluss sind unterschiedlich. Die GdP warnt deshalb vor einfachen Antworten. Ausbildung und Studium, Betreuung, berufliche Perspektiven, Arbeitsbedingungen und Besoldung müssen gemeinsam betrachtet werden.
Denn wer sich mit Anfang 20 für die Polizei entscheidet, entscheidet sich für besondere Verantwortung. Junge Kolleginnen und Kollegen lernen früh einen Beruf kennen, in dem Entscheidungen getroffen werden müssen, bei denen das echte Leben keine Pausetaste hat. Für die GdP gehört deshalb auch die aktuelle Diskussion um eine verfassungsgemäße und amtsangemessene Besoldung zur Frage, wie attraktiv Hamburg für die nächste Generation Polizei ist.
Lars Osburg: „Wir müssen jungen Menschen nicht nur sagen, wie wichtig sie für Hamburg sind. Sie müssen es auch erleben. Gute Ausbildung und ein gutes Studium, verlässliche Perspektiven, vernünftige Arbeitsbedingungen und eine verfassungsgemäße Besoldung gehören zusammen.“
Hamburg muss deshalb Ausbildung und Studium genauso in den Mittelpunkt seiner Personalstrategie stellen wie die Nachwuchswerbung. Denn volle Einstellungsklassen allein lösen kein Personalproblem.
„Nachwuchsgewinnung ist erst erfolgreich, wenn aus jungen Bewerberinnen und Bewerbern Kolleginnen und Kollegen werden, die dauerhaft für Hamburgs Sicherheit sorgen.“Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg
