05.08.2026
Besondere Belastungen der Polizei müssen anerkannt werden
Die GdP Hamburg hat Finanzsenator Dr. Andreas Dressel deutlich gemacht, dass die besonderen Belastungen des Polizeiberufs stärker berücksichtigt werden müssen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die geplante Erhöhung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden, der Wegfall des AZV-Tages, die Besoldung sowie die zukünftige Ausrichtung der
Personalentwicklung.
Für die GdP Hamburg ist klar: Die geplante Erhöhung der regelmäßigen Wochenarbeitszeit auf 41 Stunden ist der falsche Weg und wird entschieden abgelehnt. Gerade für die Kolleginnen und Kollegen im Schichtdienst würde sie eine zusätzliche Belastung bedeuten, obwohl sie bereits heute rund um die Uhr, an Wochenenden, Feiertagen und in besonderen Einsatzlagen einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit Hamburgs leisten. Auch die Besoldung war ein zentrales Thema des Austauschs. Die GdP Hamburg hat ihre Position bekräftigt, dass eine amtsangemessene Besoldung langfristig verlässlich ausgestaltet werden muss.
GdP Hamburg im Gespräch mit Finanzsenator Dressel
Entscheidend ist aus Sicht der Gewerkschaft eine nachhaltige Lösung, die den besonderen Anforderungen des Polizeiberufs dauerhaft gerecht wird.
Positiv bewertet die GdP Hamburg, dass der Senat weiterhin in die Zukunft der Polizei investiert – unter anderem in moderne Drohnentechnik und das neue Polizeiausbildungszentrum. Moderne Ausstattung und eine hochwertige Ausbildung stärken die Leistungsfähigkeit der Polizei und sind wichtige Investitionen in die Sicherheit Hamburgs.
Die geplante Weiterentwicklung der Personalentwicklung wurde ebenfalls angesprochen. Die GdP machte deutlich, dass Veränderungen transparent, rechtssicher und praxisnah ausgestaltet werden müssen, damit sie von den Beschäftigten mitgetragen werden können.
Lars Osburg:
„Eine starke Polizei braucht moderne Technik und eine gute Ausbildung. Vor allem braucht sie aber Menschen, die motiviert ihren Dienst leisten können. Faire Arbeitsbedingungen, eine verlässliche Besoldung und echte Wertschätzung gehören untrennbar zusammen. Wer Sicherheit will, muss auch die Polizei stärken.“
Die GdP Hamburg wird das parlamentarische Verfahren zur 41-Stunden-Woche kritisch begleiten und sich weiterhin für Arbeitsbedingungen einsetzen, die den besonderen Belastungen des Polizeiberufs gerecht werden. Gute Polizeiarbeit braucht gute Rahmenbedingungen.
„Die Erhöhung auf 41 Stunden ist das falsche Signal. Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag Außergewöhnliches – im Schichtdienst, bei Großveranstaltungen und in unzähligen Einsatzlagen. Wer die besonderen Belastungen der Feuerwehr anerkennt, muss dies auch für die Polizei tun. Schichtdienst bleibt Schichtdienst.“Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg
