14.09.2026
OK-Lagebild 2025 –
GdP-Chef Kopelke: Mehr Schutz gegen immer brutalere Täter
Das heute vorgestellte Bundeslagebild Organisierte Kriminalität 2025 zeigt aus Sicht der Gewerkschaft der Polizei (GdP) eine alarmierende Entwicklung: 683 OK-Ermittlungsverfahren und 7.988 Tatverdächtige zeigen, wie groß die Herausforderung inzwischen ist. Die Täter arbeiten international, digital und zunehmend gewalttätig. Während andere Staaten ihre Kräfte gegen die Organisierte Kriminalität bündeln, droht Deutschland an seinen Zuständigkeiten und Strukturen zu scheitern.
„Organisierte Kriminalität greift den Rechtsstaat an. Politik muss der Polizei endlich die Mittel des 21. Jahrhunderts geben. Die Täter sind international vernetzt, nutzen digitale Plattformen und schrecken vor Gewalt nicht zurück. Die Polizei darf nicht mit den Mitteln von gestern gegen die Kriminalität von morgen kämpfen“, sagt GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke.
Besonders alarmierend ist die zunehmende Gewalt. Im Jahr 2025 standen in 31 OK-Verfahren Gewaltdelikte im Mittelpunkt, fast dreimal so viele wie im Vorjahr. Auch junge Menschen werden über digitale Plattformen für Straftaten und Gewalt immer häufiger rekrutiert.
„OK-Bekämpfung ist gefährlich – und die Kolleginnen und Kollegen riskieren dabei ihr Leben. Sie treffen auf Täter, die professionell organisiert sind, über viel Geld verfügen und immer häufiger bereit sind, Gewalt einzusetzen."
„OK-Bekämpfung ist gefährlich – und die Kolleginnen und Kollegen riskieren dabei ihr Leben. Sie treffen auf Täter, die professionell organisiert sind, über viel Geld verfügen und immer häufiger bereit sind, Gewalt einzusetzen. Der Staat muss den kriminellen Netzwerken zeigen, dass er stärker ist als sie, und die Polizistinnen und Polizisten schützen. Deshalb benötigen wir mehr Spezialisten, moderne digitale Befugnisse und eine konsequente Vermögensabschöpfung“, fordert GdP-Chef Kopelke aufgrund der zunehmenden Gewalt.
„Organisierte Kriminalität greift den Rechtsstaat an. Politik muss der Polizei endlich die Mittel des 21. Jahrhunderts geben.“GdP-Bundesvorsitzender Jochen Kopelke
