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© Michael Arning
Michael Arning

03.07.2026

GdP Hamburg  bietet einen Zukunftsdialog an

Beamtenpolitik Pressemitteilungen Innere Sicherheit

Die Gewerkschaft der Polizei Hamburg (GdP) erkennt die angespannte Haushaltslage der Freien und Hansestadt Hamburg an und zeigt sich bereit, konstruktiv an Lösungen mitzuwirken. Gleichzeitig warnt sie davor, notwendige Konsolidierungsmaßnahmen einseitig zulasten der Polizei fortzuführen.

„Wir wissen, dass der Senat schwierige finanzielle Entscheidungen treffen muss. Gerade deshalb braucht es einen offenen Dialog darüber, welche Auswirkungen Einsparungen auf die innere Sicherheit haben“, erklärt der Landesvorsitzende der GdP Hamburg, Lars Osburg.

Aus Sicht der GdP leistet die Polizei bereits heute einen erheblichen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung. Zahlreiche Polizeibeschäftigte versehen dauerhaft höherwertige Aufgaben, ohne entsprechend besoldet oder befördert zu werden. Hinzu kommen erneut verschobene Beförderungen sowie Vorgaben zum Abbau erheblicher Überstunden.

Unser Angebot: der Zukunftsdialog für die Hamburger Polizei!

„Die Polizei trägt die Haushaltskonsolidierung bereits seit Jahren mit. Unterwertige Besetzungen, aufgeschobene Beförderungen und die Übernahme höherwertiger Verantwortung ohne entsprechende Anerkennung entlasten den Haushalt jeden Tag. Dieser Beitrag unserer Kolleginnen und Kollegen ist real und erheblich. Weitere Belastungen dürfen nicht zulasten der Einsatzfähigkeit der Polizei gehen“, so Osburg.

Die GdP sieht insbesondere drei Entwicklungen mit Sorge:

  • dauerhafte unterwertige Verwendungen anstelle zeitnaher Beförderungen,
  • erneut verschobene Beförderungen mit negativen Folgen für Motivation, Personalbindung und Nachwuchsgewinnung,
  • haushaltsbedingte Vorgaben zum Abbau hoher Überstundenbestände, obwohl die Polizei gleichzeitig eine dauerhaft hohe Einsatzbelastung bewältigen muss.

Die Gewerkschaft betont ausdrücklich, dass sie nicht nur Kritik üben, sondern aktiv an Lösungen mitarbeiten möchte.

„Wir bieten dem Senat und der Innenbehörde einen strukturierten Zukunftsdialog an. Unser Ziel ist es, gemeinsam Prioritäten zu entwickeln, damit die Polizei auch unter schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen leistungsfähig bleibt. Wer eine starke Polizei erwartet, muss dafür sorgen, dass Motivation, Personalentwicklung und Einsatzfähigkeit nicht dauerhaft dem Spardruck geopfert werden.“

Die GdP Hamburg schlägt vor, kurzfristig einen weiteren gemeinsamen Austausch über Prioritäten in den Bereichen Personal, Beförderungen, Aufgabenwahrnehmung und Investitionen aufzunehmen. Ziel müsse sein, Einsparungen so zu gestalten, dass die Leistungsfähigkeit der Polizei und damit die Sicherheit der Hamburgerinnen und Hamburger langfristig erhalten bleiben.

 

Lars Osburg_uniform | © Marius Röer
Marius Röer
„Haushaltskonsolidierung und Innere Sicherheit dürfen kein Widerspruch sein. Die GdP ist bereit, Verantwortung zu übernehmen – erwartet aber zugleich, dass auch der Beitrag der Beschäftigten anerkannt wird. Wer Sicherheit will, muss die Polizei stärken und nicht schleichend schwächen.“
Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg