28.05.2026
Öffentlicher Dienst ist kein Unternehmen – Osburg warnt vor unredlichen Vergleichen
In der Debatte um Kosten und Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst weist die GdP Hamburg die zunehmenden Vergleiche mit der Privatwirtschaft entschieden zurück. Landesvorsitzender Lars Osburg spricht von einem „politisch motivierten Ablenkungsmanöver“.
Lars Osburg, Landesvorsitzender der GdP Hamburg, weist die jüngsten Vergleiche zwischen Staat und Privatwirtschaft entschieden zurück.
„Der öffentliche Dienst ist kein Unternehmen. Er kann seine Aufgaben nicht einstellen, wenn sie teuer oder personalintensiv sind“, so Osburg. Während die Privatwirtschaft auf Wettbewerb, Innovation und Flexibilität angewiesen sei, müsse der Staat seine Kernaufgaben dauerhaft erfüllen – unabhängig von Haushaltslagen oder politischen Stimmungen. Polizei, Justiz, Schulen und Gefahrenabwehr seien „nicht disponibel“.
Der öffentliche Dienst ist kein Unternehmen. Er kann seine Aufgaben nicht einstellen, wenn sie teuer oder personalintensiv sind
Osburg kritisiert, dass Teile der aktuellen Berichterstattung diese Unterschiede bewusst verwischten: „Wenn Beschäftigte des Staates als Kostenfaktor dargestellt werden, ist das nicht nur respektlos, sondern auch sachlich falsch. Es entsteht der Eindruck, als sei der öffentliche Dienst zu teuer – dabei hat die Politik selbst über Jahre die amtsangemessene Alimentation vernachlässigt und muss diese Fehler nun kostenintensiv und zeitnah beheben.“
Die GdP erinnert daran, seit 2011 vor verfassungsrechtlichen Risiken gewarnt zu haben. „Jetzt, wo Gerichte diese Einschätzung bestätigen, wird versucht, Verantwortung umzudeuten. Das ist unredlich“, so Osburg.
„Der öffentliche Dienst ist das Fundament staatlicher Handlungsfähigkeit. Wer ihn mit der Privatwirtschaft vergleicht, verkennt seinen Auftrag – oder lenkt von eigenen Fehlern ab.“Lars Osburg, Landesvorsitzender GdP Hamburg
