14.04.2026
Verkehrssicherheitskonferenz ohne greifbare Ergebnisse
Es dürfe nicht nur bei vielen Worten bleiben. Wichtig sei die rasche Umsetzung in konkrete Vorhaben. Daran messe die Gewerkschaft der Polizei (GdP) den Bundesverkehrsminister, erklärte GdP-Bundesvorstandsmitglied Sibylle Krause mit Blick auf die jüngst stattgefundene Verkehrssicherheitskonferenz im Bundesverkehrsministerium. Krause bedauert, dass auf der Tagung keine konkreten Verabredungen getroffen oder Beschlüsse gefasst wurden.
„Landstraßen sind schon lange als Unfallschwerpunkte bekannt. Hier muss die Sicherheit schnell und unkompliziert verbessert werden“, betonte Krause. Auch dürften die geplanten Anpassungen beim Führerscheinerwerb nicht zulasten der Verkehrssicherheit gehen. „Eine Reduzierung der verpflichtenden Überlandfahrten lehnt die GdP ab.“
„Durch verbreitete personelle Unterbesetzung bei gleichzeitig hohen Arbeitsbelastungen zieht sich die Polizei notgedrungen immer weiter aus der Verkehrssicherheitsarbeit und den Unfallkommissionen vor Ort zurück“, führte Krause aus. Das dürfe so nicht weitergehen. Mehr Personal werde für diese wichtigen Aufgaben dringend benötigt.
Ferner müssten die Stimmen der Verbände, unter anderem des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR), künftig mehr Gehör im Bundesverkehrsministerium finden. Dieser Sachverstand dürfe nicht ungenutzt bleiben, unterstrich die Gewerkschafterin.
