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© Michael Arning
Michael Arning

07.04.2026

Solche Lagen zeigen, wie wichtig starke Polizeipräsenz in den Stadtteilen ist

Nach der nächtlichen Schießerei in Hamburg-Barmbek, bei der mehrere Schüsse abgegeben wurden und die Polizei eine umfangreiche Fahndung einleitete, warnt die Gewerkschaft der Polizei (GdP) Hamburg vor einer weiteren Schwächung der polizeilichen Präsenz in den Stadtteilen.

„Wenn in einem dicht besiedelten Wohngebiet am späten Abend Schüsse fallen, zeigt das erneut, wie schnell sich gefährliche Situationen entwickeln können“, sagt Lars Osburg, stellvertretender Landesvorsitzender der GdP Hamburg. „Solche Lagen sind längst keine Ausnahme mehr – und sie verlangen eine Polizei, die personell stark genug ist, sofort und mit ausreichenden Kräften zu reagieren.“ 

GdP warnt vor absehbaren Sparmaßnahmen 

Die GdP betont, dass sich derzeit politische Signale abzeichnen, die auf mögliche Einsparungen bei der Polizei hindeuten. 

„Solche Einsatzlagen sind keine Ausnahme mehr“

„Gerade solche Vorfälle machen deutlich, wie fatal jeder Gedanke an Kürzungen wäre“, so Osburg. „Wer jetzt spart, nimmt in Kauf, dass wir in kritischen Momenten weniger Kräfte zur Verfügung haben. Das gefährdet die Sicherheit in den Stadtteilen.“ 

Starke Präsenz verhindert Eskalation 

Die Gewerkschaft weist darauf hin, dass eine sichtbare und ausreichend besetzte Polizei vor Ort entscheidend ist, um Straftaten zu verhindern, Täter schnell zu stellen und das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken. 

„Die Kolleginnen und Kollegen haben in Barmbek schnell und professionell reagiert – aber solche Einsätze gelingen nur, wenn genug Personal verfügbar ist“, erklärt Osburg. „Eine Stadt wie Hamburg braucht eine Polizei, die in der Fläche präsent ist und nicht nur auf dem Papier existiert.“ 

GdP fordert klare politische Zusage 

Die GdP erwartet vom Senat ein eindeutiges Bekenntnis zur Stärkung der Polizei. 

„Wir brauchen keine Sparrunden, sondern eine klare Zusage, dass die Polizei Hamburg nicht ausgedünnt wird“, betont Osburg. 

Lars Osburg_uniform | © Marius Röer
Marius Röer
„Die Menschen in dieser Stadt haben Anspruch auf Sicherheit – und die Kolleginnen und Kollegen haben Anspruch auf ausreichende Ressourcen, um genau diese Sicherheit zu gewährleisten.“ 
Lars Osburg, stellvertretender Landesvorsitzender der GdP Hamburg