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13.02.2026

Ehringfeld: Abschluss hält Attraktivität des öffentlichen Dienstes aufrecht

Tarifverhandlungen Tarif TV-L 2025/2026 Besoldung Beamtenpolitik

Der Druck der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes (öD) hat gewirkt. Nach beeindruckenden Demonstrationen mit Tausenden Teilnehmenden im gesamten Bundesgebiet, zuletzt noch in Potsdam mit rund 6000 Kolleginnen und Kollegen, , darunter 1000 Polizeibeschäftigte, brachte die dritte Verhandlungsrunde den erhofften Durchbruch und nach Auffassung der Gewerkschaft der Polizei (GdP) einen tragfähigen Kompromiss.

So sollen die Einkommen der Beschäftigten in drei Schritten um 5,8 Prozent steigen, bei einer Vertragslaufzeit von 27 Monaten. Die erste Erhöhung soll mindestens 100 Euro betragen. Auch Auszubildende erhalten mit 150 Euro eine Entgeltsteigerung. Ferner konnten etwa die Wechselschicht- und Schichtzulage für Tarifbeschäftigte verbessert und die Angleichung der Arbeitsbedingungen von Ost zu West vorgenommen werden. 

„FAQ's“ zum Tarifergebnis weiter unten.

 

„Wir haben den anfänglichen Widerstand der Arbeitgeber überwunden und diese zu klaren Zugeständnissen gebracht. Wir haben es erreicht, dass sie dringend notwendige Anpassungen nicht nur beim Entgelt vornehmen. Dieser Abschluss macht den öffentlichen Dienst der Länder attraktiver“, stellte Christian Ehringfeld, für Tarifpolitik verantwortlicher stellvertretender GdP-Bundesvorsitzender, am Morgen in Potsdam fest. 

Ehringfeld zeigte sich begeistert über die „Kreativität und Spontanität der Polizeibeschäftigten, unserer Kolleginnen und Kollegen“. Deren Aktionen seien großartig gewesen. „Sie sind zu Tausenden mit Aktionen auf die Straße gegangen, haben an Warnstreiks teilgenommen und sogenannte aktive Mittagspausen eingelegt. Und das im ganzen Bundesgebiet“, verdeutlichte der GdP-Tarifchef. Das habe die Arbeitgeber nachdrücklich beeindruckt. Sein Dank gelte allen, die sich an den gewerkschaftlichen Protesten beteiligt haben.

Die GdP fordert nun die Landesregierungen auf, diesen Tarifabschluss zeit- und wirkungsgleich auf den Beamten- und Versorgungsbereich zu übertragen. „Alle Menschen in den Sicherheitsbehörden verdienen für ihre schwere Arbeit mehr Geld. Daher muss eine rasche und unkomplizierte Übertragung stattfinden“, forderte der stellvertretende Bundesvorsitzende.