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© Andrey Popov/stock.adobe.,com
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26.01.2026

Ladendiebstahl bekämpfen: Investitionen notwendig

Kriminalität Innenpolitik

Diebstähle in Geschäften des Einzelhandels belasten Inhaber und Polizei erheblich. Die durch Ladendiebstähle verursachte Schadenssumme ist nach Informationen des Kölner EHI Retail Instituts auch im Jahr 2024 angestiegen. Festgestellt wird eine jährliche Summe von rund drei Milliarden Euro.

Vor diesem Hintergrund lud der Handelsverband Deutschland (HDE) zu einem parlamentarischen Frühstück in den Bundestag, mit dabei: Mitglieder des Rechtsausschusses, ehemalige Staatsanwälte, das Deutsche Forum Kriminalprävention (DFK) sowie der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke. 

Schwerpunkte des Austausches bildeten die aktuelle Lage sowie Verbesserungen der Kriminalitätsbekämpfung und der Prävention. Einzelhändler führen vornehmlich die aus ihrer Sicht mangelhafte Strafverfolgung und lange Wartezeiten auf Einsatzkräfte an. Beobachtet werden ferner ein wachsendes Aggressionspotenzial gegenüber Mitarbeitenden und das Bagatellisieren des Ladendiebstahls im politischen Raum. Vor dem Hintergrund der enormen Belastung der Polizeibehörden in vielen Kriminalitätsfeldern werde der Bekämpfung des Ladesdiebstahls zunehmend weniger Priorität eingeräumt. Zugleich würden keine schnellen, technischen und leicht zugänglichen Möglichkeiten der Anzeige angeboten.

 

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GdP-Chef Jochen Kopelke erklärt die Position seiner Organisation zur wirksameren Bekämpfung des Ladendiebstahls.  privat

Kopelke vertrat die Auffassung der GdP, dass die Politik spürbar mehr in den Rechtsstaat investieren müsse. Es sei notwendig, schnelle, unkomplizierte Vorgehensweisen gegen Mehrfachtäter und die organisierte Kriminalität zu etablieren.