
AG Vielfalt der GdP
Unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft – Alle in der Polizei und der Gewerkschaft zählen!
Ein inklusives und wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Angehörigen der Sicherheitsbehörden und der Gewerkschaft zu schaffen, ist für die GdP Verpflichtung und Versprechen zugleich. Sie hat dies einmal mehr mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt deutlich gemacht.
Die AG Vielfalt der GdP setzt sich dafür ein, dass Vielfalt in den Sicherheitsbehörden und der Gewerkschaft nicht nur sichtbar(er) wird, sondern gelebt wird. Intersektionalität und Superdiversität [1] stellen dabei die Leitplanken unserer Arbeit dar.
Die Förderung von Vielfalt bedeutet nach außen, das Vertrauen der gesamten Bevölkerung in die Sicherheitsbehörden zu stärken und zu bewahren. Nach innen bedeutet sie, in einem diskriminierungsfreien Umfeld zu agieren und Reflexions- und Diskussionsräume zu schaffen, um eine lebendige demokratische und auch selbstkritische Kultur in den Sicherheitsbehörden zu bestärken.
Als Garantin für Stabilität und Sicherheit in der Gesellschaft und im Staat zeigen wir mit der Förderung von Vielfalt, dass unsere Rolle, über die Repräsentanz eines Exekutivorganes hinaus, unsere freiheitliche Demokratie stärkt.
In der AG werden Kern-Dimensionen der Vielfalt gem. der Charta der Vielfalt in Unterarbeitsgruppen behandelt. Wir beleuchten in diesem Rahmen sowohl das Dunkelfeld als auch bekannte Probleme und deren Ursachen, um daraus zielorientierte Maßnahmen abzuleiten.
Zur Unterstützung des GBV legen wir konkret ausgearbeitete Maßnahmen und Forderungen vor, damit sie flächendeckend in die GdP und darüber hinaus auch in die Sicherheitsbehörden hineingetragen werden.
Die Schwerpunkte werden von den Vertreter:innen der Vielfalts-Dimensionen gelegt, indem sie spezifische Diversitätskompetenzen in die Unterarbeitsgruppen hineintragen und sich aktiv an Diskussionen und Abstimmungen beteiligen.
Die Urkunde der Charta der Vielfalt im Wortlaut
Diversity als Chance - Die Charta der Vielfalt für Diversity in der Arbeitswelt
Die Vielfalt der Gesellschaft, beeinflusst durch die Globalisierung, den demografischen und gesellschaftlichen Wandel, prägt auch die Arbeitswelt in Deutschland. Wir können wirtschaftlich und als Gesellschaft nur erfolgreich sein, wenn wir die vorhandene Vielfalt anerkennen, fördern und nutzen. Das betrifft die Vielfalt in unserer Belegschaft und die vielfältigen Bedürfnisse unserer Geschäftspartner_innen bzw. Bürger_innen. Die Diversität der Mitarbeitenden mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten eröffnet Chancen für innovative und kreative Lösungen.
Die Umsetzung der „Charta der Vielfalt“ in unserer Organisation hat zum Ziel, ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden zu schaffen – unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft. Die Anerkennung und die Förderung vielfältiger Potenziale schaffen wirtschaftliche Vorteile für unsere Organisation.
Wir schaffen ein Klima des gegenseitigen Respekts und Vertrauens. Dieses hat positive Auswirkungen auf unser Ansehen in Deutschland sowie in anderen Ländern der Welt.
Zur Umsetzung dieser Charta werden wir:
- eine Organisationskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Führungskräfte wie Mitarbeitende diese Werte erkennen, teilen und leben. Dabei kommt ihnen eine besondere Verpflichtung zu.
- unsere Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeitenden sowie unserem Leistungsanspruch gerecht werden.
- die Vielfalt innerhalb und außerhalb der Organisation anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen oder die Institution gewinnbringend einsetzen.
- die Inhalte der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen.
- über unsere Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft geben.
- unsere Belegschaft über den Mehrwert von Vielfalt informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einbeziehen.
Wir sind überzeugt: Gelebte Vielfalt und Wertschätzung dieser Vielfalt haben eine positive Auswirkung auf unsere Organisation und auf die Gesellschaft in Deutschland.
[1] Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken mehrerer Unterdrückungsmechanismen und wird in der wissenschaftlichen Forschung wie auch in pädagogischen, bildungspolitischen und aktivistischen Zusammenhängen benutzt. Gemeint ist, dass verschiedene Diskriminierungsformen nicht einzeln für sich wirken, sondern sie sich gegenseitig beeinflussen und so auch neue Formen der Diskriminierung entstehen können.
Superdiversität bezeichnet das Zusammenspiel von Diversitätsmerkmalen, u. a. wie Alter, Geschlecht und geschlechtliche Identität, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft, Nationalität, Religion, und deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Position der einzelnen Menschen.
Im Folgenden weitere Texte der AG Vielfalt:

26.08.2025 | Story
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