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04.10.2026

Delegierte legen GdP-Programm für die Zukunft fest

Bundeskongress

„Wir stärken, was schützt“: Unter diesem Motto steht der kommende Bundeskongress der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Dabei stellen mehr als 250 Delegierte aus allen 18 Landesbezirken und Bezirken unserer Organisation Anfang November in Berlin die Weichen für die Gewerkschaftsarbeit auf Bundesebene für die kommenden vier Jahre. Das Spektrum der zu behandelnden Themen ist groß. Über 330 Anträge stehen zur Abstimmung.

Darin geht es um viele Fragen, die für den Arbeitsalltag unserer Mitglieder entscheidend sind: moderne Einsatzmittel, zeitgemäße Fahrzeuge, gute Ausstattung und Ausrüstung, der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sowie eine Digitalisierung, die Polizistinnen und Polizisten tatsächlich hilft. Außerdem im Forderungskatalog: Gewalt gegen Polizeibeschäftigte und deren Schutz, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeit, mehr finanzielle und personelle Ressourcen für die Polizeien von Bund und Ländern sowie eine moderne Verkehrs- und Verkehrssicherheitspolitik. 

Hinzu treten Anträge hinsichtlich eines wirksamen Arbeitsschutzes, einer zeitgemäßen Beamten- und Besoldungspolitik, eines modernen Dienstunfallrechts sowie tarifpolitische Fragestellungen, Themen der Nachwuchs- und Personalgewinnung, welche insbesondere für unsere JUNGE GRUPPE der GdP relevant sind, sowie seniorenpolitische Themen. Letztere sind für unsere Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger sowie für die in der GdP organisierten Rentnerinnen und Rentner wichtig. 

Auch Anträge zur europapolitischen Arbeit unserer Gewerkschaft sowie zu internationalen Angelegenheiten, etwa zur Stärkung der grenzüberschreitenden polizeilichen Zusammenarbeit, stehen auf der Agenda des höchsten Beschluss- und Wahlgremiums der GdP. Und nicht zuletzt geht es auch darum, die Satzung und interne Organisation der GdP weiterzuentwickeln. Die Abstimmung über die Anträge findet übrigens sehr modern statt. Sie erfolgt nicht mehr über Abstimmungskarten, sondern über eine digitale Abstimmungssoftware.

Die Zahl der Kongressmandate jedes einzelnen Landesbezirks beziehungsweise Bezirks richtet sich dabei übrigens nach der Mitgliederzahl. Jeder Bezirk beziehungsweise Landesbezirk erhält jedoch mindestens vier Mandate.

 

Viele Wahlen

Neben zahlreichen Berichten verschiedener Gremien über ihre Arbeit in der Amtsperiode von 2022 bis 2026 stehen auf dem Bundeskongress in Berlin zahlreiche Wahlen an. So wird unter anderem der Geschäftsführende Bundesvorstand neu gewählt. Der amtierende GdP-Bundesvorsitzende, Jochen Kopelke, hat angekündigt, erneut zu kandidieren. Ebenfalls neu gewählt werden die Mitglieder des Bundesschiedsgerichts sowie die Bundeskassenprüferinnen und Bundeskassenprüfer. Die Mitglieder der neu gewählten Gremien werden sukzessive in kommenden DP-Ausgaben vorgestellt. 

Festakt mit prominenten Gästen

Ferner werden ausgeschiedene Funktionärinnen und Funktionäre feierlich verabschiedet. Und es findet ein offizieller Festakt statt, zu dem hochrangige Rednerinnen und Redner aus Politik und Gewerkschaftswelt erwartet werden. Und es gibt eine Festschrift mit zahlreichen Grußworten. Begleitend zur Veranstaltung findet eine Ausstellung statt. Dort haben Partner und Unterstützer der GdP die Möglichkeit zur Präsentation.

Zum Bundeskongress werden auch zahlreiche internationale Gäste erwartet, darunter Mitglieder des größten europäischen Polizeiverbandes EU.Pol, dessen Vorsitzender GdP-Chef Jochen Kopelke seit November vergangenen Jahres ist.